Spielregeln

Dr. Ira Janzen

Dr. Ira Janzen Jedes interkommunale Leitprojekt braucht Spielregeln. Die Beteiligten selbst müssen die Spielregeln aushandeln, damit ihre Interessen und ihr Eigensinn gewahrt werden. Die damit einhergehende Akzeptanz aller Beteiligten für die vereinbarten Regeln stellt eine effiziente und effektive Zusammenarbeit sicher.

Die empirischen und wissenschaftlichen Analysen zur Kooperation im Ruhrgebiet haben ergeben, daß Spielregeln zu den prozessualen Regelungsbereichen der Moderation, Information und Vertrauen eine essentielle Grundlage für eine selbstorganisierte Kooperation bilden. Diese Bereiche dienen der Steuerung des Kooperationsprozesses und bestimmen damit Tempo, Wegstrecke und Klima der Zusammenarbeit.

Ruhr 2030 Spielregeln sollen zudem die Erzeugung von Kooperationsvorteilen für alle Beteiligten begünstigen. Schöpfen die Kooperationspartnerinnen und -partner die Möglichkeiten einer Gewinnsteigerung aus, ist im weiteren die faire Aufteilung der Gewinne zu diskutieren und zu vereinbaren. Da die Optimierung der Kooperationsvorteile den zentralen Anlaß für die interkommunale Zusammenarbeit bildet, müssen Gelegenheiten geschaffen werden, über Kooperationsvorteile und deren Kompensation ausführlich zu verhandeln. Zur Absicherung der Kooperationsvorteile sollten Regelungen über Kontrolle und Sanktionen diskutiert und vereinbart werden. Die Entwicklung von Kooperationen wird durch politische Kommunikation und umfassende Informierung der Öffentlichkeit maßgeblich gefördert. Daher sollten die Städte vereinbaren, wie sie im Rahmen ihrer Kooperation gegenüber Dritten auftreten.


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Ruhr 2016 - Simulation einer Konsensbildungskonferenz (95 KB)

Spielregeln (35 KB)


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