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Andreas Schulze Bäing

Andreas Schulze Bäing [...] In der Städteregion Ruhr gibt es Möglichkeitsräume, die konkret und in der Fläche erkennbar sind. Man erkennt diese Möglichkeitsräume, wenn man nicht bloß die einzelnen Städte, sondern die gesamte Städteregion Ruhr betrachtet. Auf dem Gebiet dieser acht Städte ist nämlich, wie in einem Bilderrätsel, das Gebiet einer weiteren Stadt enthalten: Die Neunte Stadt. Diese Neunte Stadt besteht aus Flächen, Raumstrukturen und Orten, deren Bedeutung über das direkte Umfeld, den Stadtteil oder die einzelne Stadt hinausgeht. Die Räume, aus denen diese Neunte Stadt besteht, sind also Räume mit regionaler Bedeutung, es sind regionale Räume. Die dargestellte Karte ist eine erste Annäherung an diese Idee der Neunten Stadt. [...]

Ruhr 2030

Liminale Bänder (Volltext) (580 KB)

Neunte Stadt ( 1,2 MB)

 


8+1. Die acht Ruhrgebietsstädte haben Grund genug für eine Neunte Stadt.

Dirk Haas

Dirk Haas [...] Aus der Perspektive der einzelnen acht Städte fallen Brachflächen, Reserve- und Vorbehaltsflächen, nicht- oder mindergenutzte Bereiche gleich mehrfach aus dem Rahmen: als Störungen in der Flächen- und Nutzungssystematik einer Stadt und ihres planerischen Regelwerks, als Barrieren zwischen einzelnen Stadtteilen, als ästhetische Signaturen, die im Ideal der europäischen Stadt nicht vorkommen, und - angesichts ihrer Größe und ihres Umfangs - als Entwicklungspotentiale, die weit über die gegenwärtigen Entwicklungsdynamiken der einzelnen Städte hinausgehen können. Sinnvolle Perspektiven sind in solchen Fällen kaum aus dem unmittelbaren städtebaulichen Umfeld, häufig noch nicht einmal aus dem Kontext der Gesamtstadt zu entwickeln. Die Dimension ist nahezu zwangsläufig eine stadtregionale: Logport, Phoenix, O-Vision, WestWard usw. haben vor allem einen regionalen städtebaulichen Kontext und konstituieren bereits heute das Grundgerüst einer Meta-Stadt (nicht Mega-Stadt!), einer Stadt über den Städten bzw. zwischen den Städten, die nach allen Regeln der Stadtbaukunst zu entwickeln sein könnte.

Ruhr 2030 Die hier genannten Projekte in Duisburg, Dortmund, Oberhausen und Essen stehen prototypisch für ein spezifisches Format großflächigen Stadtumbaus auf altindustriellen Flächen - einen Stadtumbau "mit Übergröße", der neue und von einem Genius loci der umzunutzenden Areale weitgehend unbehelligte Qualitäten zum Ziel hat und möglicherweise zu neuen, einzigartigen Raumtypen führt. Entscheidend ist nicht so sehr, daß es nicht acht Logports, acht O-Visions, acht WestWards geben kann - dies ist trotz des immensen Pools an Brachflächen leicht einzusehen -, sondern daß solche stadtregionalen Bausteine, für die die einzelne Stadt zu klein und unmaßgeblich ist, zu einer neuen Stadt über und zwischen den Städten verwoben werden können: Zur Neunten Stadt der Städteregion Ruhr. [...]

Ruhr 2030 [...] Die Entdeckung der Neunten Stadt - als Surplus, als Mehrwert dieser Region aus acht Städten - führt zu einem spürbaren Gestaltungswillen. Die gegenwärtige Debatte um (Stadt)Baukultur und ihre Programme werden auf die regionalen Räume der Neunten Stadt ausgeweitet. Die Neunte Stadt wird zum Showroom (und zur Werkstätte!) eines neuen Selbstverständnisses der Städteregion Ruhr.


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Möglichkeitsräume (Volltext) (150 KB)


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