Impulse für stadtregionale Migrationspolitik
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Can Malatacik
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Die bisher diskutierten Inhalte wurden im Rahmen der Ankerveranstaltung 3 auf zwei Wegen präsentiert: Die erste Darstellung erfolgte im Rahmen der Publikation des Förderturms der Visionen PENTIMENTO 03, in dem sich zwei Beiträge mit den Titeln "Zuwanderungsregion Ruhr" und "Wettbewerb um die besten Köpfe" der Frage gewidmet haben, wie eine künftige Zuwanderungspolitik in der Städteregion Ruhr aussehen könnte. Die zweite Darstellungsform war eine Homepage für eine - bislang noch - fiktive Zuwanderungsagentur, die den Projektbeteiligten und Teilnehmern der Ankerveranstaltung Online präsentiert wurde. [...]
Die künftige Zuwanderungspolitik der Städteregion Ruhr kann nur als Teil des Gesamtkonzeptes einer koordinierten regionalen Wirtschaftspolitik verstanden werden. Falls eine regionale Wirtschaftspolitik in erster Linie auf wissensbasierte Branchen setzt und zukunftsträchtige Kompetenzfelder definiert, deren Weiterentwicklung Priorität besitzt, hängt die erfolgreiche Umsetzung dieser Politik unmittelbar mit der Verfolgung einer Humanressourcenpolitik zusammen, die sich vor allem um die Ausbildung und Qualifizierung bereits vor Ort vorhandener Arbeitskräfte bemüht und Schritte unternimmt, um junge Leute aus dem Ausland für ein Studium in der Städteregion Ruhr zu begeistern. Zusätzlich kommt es aber auch darauf an, hochqualifizierte Spezialisten und Unternehmer mit guten Ideen von außerhalb in die Region zu holen. Die Zuwanderungspolitik der Städteregion Ruhr würde auf der Zusammenarbeit einer Reihe von Akteuren aus Arbeitsverwaltung, Kommunen und Privatwirtschaft basieren, wobei der Arbeitsverwaltung eine Schlüsselrolle zukäme. Denn nach dem neuen Zuwanderungsgesetz werden letztendlich, wie bereits erwähnt, die Verwaltungsausschüsse der regionalen Arbeitsämter darüber befinden, ob ein aktueller Arbeitskräfteengpaß in einem bestimmten Wirtschaftszweig besteht. [...]
[...] Die Agentur HP4Ruhr ist als ein wesentlicher Bestandteil der Wirtschaftspolitik für die Rekrutierung von hochqualifizierten Arbeitskräften aus dem Ausland konzipiert. Sie soll in ständigem Kontakt mit den Unternehmen der Region stehen, die auf der Suche nach High Potentials sind und ihnen Zugang zum globalen Arbeitsmarkt verschaffen. Im Gegenzug würden die Unternehmen die Agentur zum größten Teil finanzieren. Daneben wären die Kommunen der Städteregion Ruhr, das Land Nordrhein-Westfalen und die regionale Arbeitsverwaltung an den Kosten beteiligt. Für High Potentials wäre der Service dagegen kostenlos. An die Agenturzentrale in der Städteregion Ruhr wären Kontaktbüros in den wichtigsten Herkunftsländern von High Potentials und den führenden westlichen Industrienationen angegliedert, die als Vermittlungsstelle zwischen High Potentials im Ausland und Unternehmen bzw. Behörden in der Städteregion Ruhr fungieren. Diese Kontaktbüros gewährleisten eine wohnortnahe individuelle Beratung und Begleitung. Das Agenturangebot würde sich an ausländische Fach- und Spitzenkräfte richten, so genannte High Potentials, die eine Anstellung bei einem Unternehmen aus der Region inne haben, diese gerade beginnen oder anstreben.
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