Border Studies

Prof. Dr. Benjamin Davy

Prof. Dr. Benjamin Davy Border Studies sind ein interdisziplinärer Ansatz, der Grenzen als Konvention betrachtet und soziale Praktiken der Herrschaft, Besitznahme und Exklusion kritisch analysiert. Dieser Ansatz interessiert sich für Grenzen und ihre Wirkungen auf Menschen und Institutionen. Border Studies beziehen ihre Inhalte unter anderem aus der Raumplanung, der Regionalforschung, der Sozial- und Wirtschaftsgeographie, der Neuen Institutionellen Ökonomie, der Politikwissenschaft, der Systemtheorie, der Soziologie, der Geschlechterforschung, der Kulturwissenschaft oder der Rechtswissenschaft und Verwaltungslehre.

Räume und Grenzen werden in den Border Studies nicht als widerspruchsfreie, eindeutige und klar zugeordnete Kategorien menschlicher Ordnung interpretiert, sondern als Gebräuche und Konventionen. Prof. Dr. Benjamin Davy Eine wichtige Beobachtung der Border Studies ist die mangelnde Übereinstimmung von unterschiedlichen Räumen und ihren Grenzen. Das ist beim Verhältnis zwischen einerseits politisch-administrativen Grenzen und Hoheitsgebieten und andererseits Wirtschafts-, Verkehrs-, Sozial-, Umwelt- oder Kommunikationsräumen offensichtlich. Wegen der Überlagerung unterschiedlicher Funktionsräume mit Hoheitsgebieten bilden politisch-administrative Grenzen keine eindeutigen Trennungslinien. Bedeutsame Theoriebeiträge, die "Städteregion Ruhr 2030" zu Border Studies geleistet hat, sind das Konzept der wilden Grenzen (1,4 MB) und Möglichkeitsräume, der Grenznavigator (140 KB), die Analyse von liminalen Bändern (580 KB) in der Städteregion Ruhr und die Gespräche über Grenzen.


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Wilde Grenzen (Volltext) (1,4 MB)

Grenznavigator (135 KB)

Liminale Bänder (580 KB)


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Border Studies

Wilde Grenzen

Grenznavigator

Konvention: Grenze

Grenzen verbinden

Region der 1.000 Grenzen

Grenzerfahrungen

Hazard land

Grenzwertanalyse

Gespräche über Grenzen

Interkulturelle Kompetenz

Kulturassimilator